AG Globalisierungskritik

Malaktion gegen G8

Wir beschäftigen uns mit unterschiedlichen aktuellen Themen von Attac (WTO, Steuerpolitik, Dienstleistungsrichtlinie, EU). Je nach aktueller politischer Entwicklung und Interesse der Gruppenmitglieder entscheiden wir uns für ein neues Thema und erarbeiten dieses inhaltlich durch Diskussion und Vortrag.

Gleichzeitig entwickeln wir für jedes Thema eine geeignete Aktionsform mit lokalem Bezug, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für unsere Globalisierungskritik zu gewinnen, um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen und Alternativen zur neoliberalen Politik aufzuzeigen. Basisorientierte Vernetzungsarbeit mit anderen Gruppen ist uns dabei wichtig. In der AG sind Leute aus Fürth und Nürnberg aktiv.
 
Unsere Aktionsformen sind ebenfalls sehr unterschiedlich und kreativ: Straßenaktionen, Theater,  Stelzenlauf, Protestpolonaise im Bahnhof, Dachbesetzung bei der SPD, Versteigerung fiktiver Geschäftsideen nach Bolkestein bei ebay, Seminar oder Vortrag.  

Die AG behandelt wechselnde Themen. 2006 hat sie sich an den attac-Kampagnen gegen das WTO-Treffen in Hong-Kong und gegen die Bahnprivatisierung beteiligt. Ferner unterstützte die Arbeitsgruppe die Kampagne für Saubere Kleidung (engl. Clean Clothes Compaign) und wirkte an den Protesten gegen die Adidas-Versammlung in Fürth mit. 2007 haben wir schwerpunktmäßig zu dem Widerstand gegen das G8-Treffen in Heiligendamm (06.-08. Juni) gearbeitet und uns gegen die EPAs (neue Freihandelsabkommen der EU mit v.a. afrikanischen Ländern) engagiert.
 

Auch 2008 organisierten wir zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen, z.B.

  • Straßentheater-Aktion in Nürnberg und Fürth in Zusammenarbeit mit dem Sozialforum zum dezentralen globalen Aktionstag am 26.01.08 als Gegenpol zum Weltwirtschaftsforum in Davos.
  •  Stop-EPA-Tour - im Rahmen einer bundesweiten Rundreise haben ReferentInnen aus Afrika und Deutschland am 14.05.08 bei uns in Fürth Station gemacht und über die Economic Partnership Agreements (EPAs) berichtet. Dabei handelt es sich um Außenhandelsabkommen der EU, in denen den sog. AKP-Staaten, den ehemaligen europäischen Kolonien, zum Vorteil europäischer Konzerne verschiedene Instrumente des Freihandels aufgezwungen werden sollen. 
  • Wiederholt unterstützten wir die Christliche Initiative Romero im Rahmen der Clean Clothes Campaign mit Aktionen zum Protest gegen die Adidas Hauptversammlung am 08.05.08 in Fürth. Inhaltlich ging es darum, die nach wie vor katastrophalen Arbeitsbedingungen bei den Zulieferbetrieben des Unternehmens in den Ländern des Südens anzuprangern. Zum Auftakt hatte unsere Arbeitsgruppe am 06.05.08 in Nürnberg zu einem globalisierungskritischen Stadtrundgang eingeladen.
  • Zur aktuellen Finanzkrise organisierten wir Diskussionen und Informationsveranstaltungen.

 

Aktion gegen N-ERGIE:

Als Konsequenz zu unserer inhaltlichen Auseinandersetzung zum Thema Energieversorgung protestierten wir öffentlich gegen die N-ERGIE. Unsere Kritik richtet sich gegen die Teilprivatisierung, die unsoziale Preispolitik und gegen die Vernachläßigung ökologischer Aspekte.

Am 31.01.2009 hängten wir mit Hilfe eines Krans ein großes Transparent am gläsernen Übergang des N-ERGIE-Gebäudes auf. Zentrale Forderung: Stadtwerke statt N-ERGIE

Angefeuert wurden die Aktivisten von Cheerleaderinnen der Gruppe attac laestig mit Tanzeinlagen und Protestsong:

N-ergie hör auf zu lügen, uns kann keiner mehr betrügen!

Ökostrom statt Atom!

Preise runter, fair und munter -

Stadtwerke statt N-ERGIE!